Ein Besuch im Englischen Garten München
Ein Besuch im Englischen Garten München

Ein Besuch im Englischen Garten München

Der Englische Garten

Im Jahre 1789 gab Kurfürst Carl Theodor den Auftrag einen öffentlichen Park an der Isar anzulegen. Dieses Projekt übergab er dem Briten Benjamin Thompson, der die Grünanlage in Stil eines englischen Landschaftsparks und damit ohne die mathematische strenge der sonst so exakt angelegten Beete anlegte, sondern sich bei der Gestaltung mehr nach der Natur richtete. Dadurch verlieh er dem Englischen Garten auch seinen Namen. Mit insgesamt etwa 373 Hektar ist er einer der größten innerstädtischen Parks der Welt und größer als der Central Park in New York.

Der Englische Garten reicht mit seiner Länge von etwa 8,5 km vom Stadtzentrum, bis zur nördlichen Stadtgrenze und ist mit seinen Gehölz-, Wiesen- und Wasserflächen, mit seinen über 100 Brücken, sowie der verschiedenen Tiere, die sich dort angesiedelt haben abwechslungsreich gestaltet. Zu der ursprünglichen Planung von 1789 gehörte auch der chinesische Turm, der im laufe der Jahre mehrmals ausbrannte, aber immer wieder originalgetreu aufgebaut wurde. 1836 wurde dann der Monopteros samt Hügel in den Englischen Garten eingefügt, der auch heute noch als Aussichtspunkt dient. Auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach am Südende der Grünanlage entstand 1972 dann noch ein japanisches Teehaus, in dem regelmäßig Teezeremonien stattfinden. Der einst als Ort der Ruhe und Erholung errichtete Englische Garten in München hat diese Eigenschaft nie verloren, doch sind viele weiter Freizeitmöglichkeiten hinzugekommen. Das 78 km lange Wegnetz (plus 12 km Reitwege) lädt Radler und Jogger ein, die Rasenflächen werden gerne von Amateurfußballern und Sonnenanbetern genutzt.

Die vier Gaststätten, u.a. der zweitgrößte Biergarten Münchens, sowie vier Kioskbetriebe laden die jährlich ca. 3,5 Mio. Besucher zum verweilen ein. 60 Mitarbeiter sind im ganzen Jahr mit der Pflege und Verwaltung des Englischen Gartens in München beschäftigt, damit er auch weiterhin ein Ort der Ruhe und Erholung bleibt.

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